Genealogie der Familie Freytag

Über die Familie Freytag ist mir, außer den von meinem Großvater Heinrich Friemann übernommenen und von mir über die LDS-Datenbanken erweiterten Daten, relativ wenig bekannt. Das meiste entstammt der Erinnerung meiner Mutter, Ruth Räger, geb. Friemann. Diese Erinnerung war zu dem Zeitpunkt als ich begann zu fragen leider schon recht lückenhaft. Insbesondere fehlen mir noch genauere Lebensdaten wie Berufe etc. der einzelnen Familienmitglieder.

Ich möchte an dieser Stelle die Nachkommen meines ältesten, einigermaßen gesicherten Vorfahren aus dieser Familie, Johann Henrich Freytag darstellen.

Einigermaßen gesichert deswegen, weil ich an einer Stelle, die von meinem Großvater Heinrich Friemann übernommenen Daten nicht über die IGI-Datenbank verifizieren konnte (s.u.).

Über genannten Johann Henrich Freytag hinaus gibt es zwar Einträge in den Datenbanken, jedoch wäre bei einer Zuordnung zu einzelnen Familien soviel Spekulation im Spiel, daß ich mir dies bis zu einer Einsichtnahme in die Original-Kirchenbücher aufheben möchte. Die Kopien dieser Kirchenbücher können leider nicht an den Genealogischen Forschungstellen der 'Mormonen' eingesehen werden.

Nach Studium des Bürgerbuches der Stadt Driburg, das für die Zeit von 1681-1877 gedruckt vorliegt, ist die Zuordnung des Ehepaares Johann Henrich Freytag und Catharina Bülling als Eltern von Johann Henrich Freytag als zumindest fraglich zu bezeichnen, da zum fraglichen Zeitpunkt 2 Personen mit Namen Johann, bzw. Johann Henrich Freytag in Driburg das Bürgerrecht erwarben, die jedoch beide nicht aus Driburg gebürtig waren. Würde die Annahme zutreffen, so müßte zumindest der 2. in Driburg geboren sein.

Bei der Numerierung der einzelnen Personen verwende ich das sogenannte Saragossa-System, bei dem jede Person die Nummer des betreffenden Elternteils erhält, erweitert um eine laufende Nummer unter den Kindern dieses Elternteils. Die einzelnen Nummern werden durch Punkte voneinander getrennt, der Stammvater erhält die Nummer 1. Dessen Kinder erhalten nun die Nummern 1.1, 1.2, 1.3 etc, die Enkel die Nummern 1.1.1, 1.1.2, 1.1.3 etc. Dieses Nummernsystem nimmt zwar in den späteren Generationen viel Platz in Anspruch, zeigt jedoch Verwandtschaftsbeziehungen recht gut.

Da die Beziehung zwischen den beiden ersten von mir aufgeführten Personen, Johann Henrich Freytag aus Langelandt, eingebürgert in Driburg 1689, und Johann Henrich Freytag aus Buke, in Driburg eingebürgert 1741, fraglich ist, habe ich letztern als vorläufigen Stammvater der Nachkommenreihe ausgewählt, dieser erhält also die Nummer 1. Alle weiteren Numerierungen beziehen sich auf somit auf ihn.

Johann Henrich Freytag

Ich vermute, daß der im Bürgerbuch der Stadt Driburg enthaltene Eintrag bezüglich der Einbürgerung eines Johannes Freytag sich auf Johann Henrich Freytag bezieht. Dieser Eintrag lautet:

Nr. 45: (1689) Apr.3: Johannes Freytag, vom Langenlandt bürtig, [hat] sein Bürgereid abgelegt und den Einzug mit 8 Rt. 18 Gr. erlegt, dabei vorbehalten, daß sein klein Knäblein, so zu Allhaußen gezeuget, mit eingeschlossen sein sölle.

Hans Walter Wichert, Fritz Verdenhalven: "Bürgerbuch der Stadt Driburg von 1681 - 1877" S.41; Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Paderborn, 1975

Hieraus geht hervor, daß der aus Langeland gebürtige Johannes Freytag (oder Johann Henrich Freytag) erst nach der Geburt seines 1. Kindes in Driburg zuzog und vorher zumindest zeitweise in Alhausen lebte. Er dürfte zum Zeitpunkt des Einzuges zwischen 25 und 30 Jahre alt gewesen sein, was ein Geburtsdatum um 1660 nahelegt.

Johann heiratete Catharina Buelling. Sie hatten die folgenden Kinder:

  1 w

Maria Agnes, getauft am 14. Februar 1696 in der römisch-katholischen Kirche Sankt Peter und Paul zu Driburg.

  2 w

Maria Gertrud, getauft am 5. November 1698 in der römisch-katholischen Kirche Sankt Peter und Paul zu Driburg.

  3 m

Johann Hermann, getauft am 17. Februar 1701 in der römisch-katholischen Kirche Sankt Peter und Paul zu Driburg.

  4 w

Catharina Maria, getauft am 23. Dezember 1702 in der römisch-katholischen Kirche Sankt Peter und Paul zu Driburg.

+ 5 m

Johannes, getauft am 6.Juli 1704 in der römisch-katholischen Kirche St.Peter und Paul in Driburg.

Die Gleichsetzung mit Johann Henrich Freytag ist vermutlich nicht zu halten, da die Einträge im Bürgerbuch der Stadt Driburg eher dagegen sprechen.

1 Johann Henrich Freytag

Johann Henrich Freytag wurde lt. Bürgerbuch der Stadt Driburg am 21.Februar 1741 als Bürger der Stadt Driburg aufgenommen. Der entsprechende Eintrag Nr.326 lautet:

Nr. 326: (1741) Febr.21: Johann Henerich Freytag, burtig von Buken, […], seinen Einzug mit 15 Rtl. bezahlet wie auch verbunden sin sollte, einen ledderen Emmer auf Rathaus zu geben.

H.W.Wichert, F.Verdenhalven: "Bürgerbuch der Stadt Driburg von 1681-1877", S.71

Nimmt man ein durchschnittliches Alter von 25 Jahren bei der 1. Heirat an, so dürfte Johann Henrich Freytag um das Jahr 1715 in Buke geboren sein.

Wäre Johann Henrich Freytag identisch mit Johannes Freytag, geb. 6.7.1704, oder sonst ein Sohn des oben genannten, 1689 eingebürgerten Johannes Freytag, so müßte er entweder in Driburg oder allenfalls in Alhausen geboren sein. Im Bürgerbuch wird jedoch als Geburtsort Buke angegeben, was die Gleichsetzung eher unwahrscheinlich macht.

Johann heiratete Anna Gertrud Buelling, Tochter von Jobst Buelling und Angela Klaholt am 12. Februar 1741 in St. Peter und Paul zu Driburg. Anna wurde am 29. Mai 1714 ebenfalls in St. Peter und Paul getauft.

Sie hatten die folgenden Kinder:

  1 w

Anna Gertrud, katholisch getauft am 17. Dezember 1741 in St. Peter und Paul zu Driburg.

  2 m

Johann Melchior, getauft am 22. Juni 1743 in der röm.-kath. Kirche St. Peter und Paul in Driburg.

+ 3 m

Johann Bernard

  4 w

Angela Maria getauft am 30. Januar 1751 in der römisch-katholischen Kirche St. Peter und Paul in Driburg.

  5 w

Maria Ursula, katholisch getauft am 3. März 1752 in der Kirche St. Peter und Paul in Driburg. Sie starb dort vermutlich am 24.09.1838.

  6 m

Philipp Jacob, römisch-katholisch getauft am 1. Januar 1755 in St. Peter und Paul zu Driburg.